Nachhaltig Zeit sparen – mit Lebensmitteln

Mit 20 Tagen mehr im Jahr können wir ein Buch lesen, unsere Yoga-Posen verbessern oder uns zu Selbstversorgern machen. Ein Arbeitgeber wird diese Zeit aber nicht so schnell rausrücken. Also müssen wir anders an unsere Qualitytime kommen, zum Beispiel mit Unternehmen wie Picnic, Gorillaz und Etepetete.

„20 Arbeitstage verbringt der Deutsche im Jahr damit einzukaufen, also zum Supermarkt, alles einsammeln, bezahlen, einladen, nach Hause und ausladen.“

– Frederic Knaudt, Mitgründer von Picnic

Wir möchten neu denken, ja, Zeit sparen beim Einkaufen mit dem Prinzip: Online Supermarkt. Und niemand spart mehr Zeit als das Start Up Gorillaz. 

Gorillas

10 Minuten braucht die Bestellung bis zu dir und neben Lebensmitteln gibt es dort von Katzenfutter bis hin zu Zahnpasta alles, was das Herz verlangt. Denn das Startup aus Berlin schaut bei regionalen Produzenten vorbei und bringt auch mal frische Gartenkräuter oder Salate von Infarm vorbei. Das sind diese Pflanzen-Kräuter-Bio-Frei-von-Allem-Gewächshäuser mitten im Supermarkt (Mehr zu denen in diesem Neu-Denken Artikel)

Ich habe also eine gute Auswahl an Produkten zu Einzelhandelspreisen, bezahl aber leider auch 1,80€ für die Lieferung, was ist dann aber hier für mich dabei? Gorillas liefert mit Fahrrädern aus, dem schnellsten bekannten Verkehrsmittel der Stadt, wenn wir mal ehrlich sind. Das Versprechen der Gründer: in 10 Minuten stehen wir bei dir vor der Tür. Ganz ehrlich, in 10 Minuten hat sich kein Otto-Normalverbraucher in Schuhe und Jacke gezwängt, den Weg zum Supermarkt bewältigt, das Kleingeld zusammen gekramt und ist mit Schokopudding wieder nach Hause gependelt.

Wenn hier mal nicht 20 Arbeitstage bei rausspringen. Für eine rasend schnelle, umwelt- und verkehrsfreundliche Bestellung von Lebensmitteln mit regionaler Auswahl wendet man sich also am besten an Gorillas. Hier kann man schon mit den Vorbereitungen des Kochens beginnen, denn sobald der Tisch gedeckt ist sind auch die Lebensmittel da, oder das Shampoo, wenn man halt doch nur schnell unter die Dusche muss.

„900 Kilometer legt der Deutsche im Jahr mit dem Auto zurück, um Lebensmittel einzukaufen!“

– Frederic Knaudt, Mitgründer von Picnic

Die 1,80€ Lieferkosten können wir aber auch sparen und uns sogar noch von regionalen Bauern und Bäckern mit Brot und Äpfeln beliefern lassen. Außerdem kann man bei Picnic sogar bald Pakete für die Post und Pfandflaschen mit abgeben. Luxus ohne extra Kosten.

Picnic

In unserem Interview mit Frederic Knaudt, dem Mitgründer vom Online Supermarkt „Picnic“, verrät er der Welt, wie das Unternehmen unser Leben einfacher macht und gleichzeitig unserer Umwelt etwas Gutes tut. Aber. Wie. Denn. Das?

„Wir gehen nach dem Milchmann-Prinzip, wie früher schon haben wir eine feste Strecke und geben dem Kunden ein 20 Minuten Fenster, wann wir da sind.“ Aber ist das nicht irgendwie rückschrittlich? Im Gegenteil. Mit den eigens konzipierten Elektroautos spart Picnic Wege. Sogenannte „Foodmiles“. Und davon produziert der Deutsche immerhin 900 im Jahr. Bestellen wir einmal die Woche ein komplettes Jahr bei Picnic sind es nur noch 41 Foodmiles (also Kilometer)! Und das mit den schmalen Elektrolieferwägen, die Stau verhindern und der Umwelt nicht schaden, die Autos sollte man mal gesehen haben.

Also bei Picnic bestellen ist schon mal gut für Verkehr und Umwelt, aber dafür muss ich doch sicher wieder draufzahlen!

Generell gibt es erstmal “Supermarktkonditionen”, das heißt die Lebensmittel haben den gleichen Preis, wie im Laden und obendrein gibt es keine Lieferkosten. Das heißt wir legen schon mal nichts drauf. Keine Sorge, Picnic ist keine Wohlfahrt, die verdienen auch schon was dabei, und zwar indem sie an den richtigen Ecken sparen. 

„Wir brauchen keine Supermarktfiliale, also Lagerkosten, wir haben keine Lebensmittelabfälle und schmeißen damit nicht das Geld zum Fenster raus und das Milchmannprinzip spart Zeit, Weg und Geld. Wir können immerhin dreimal mehr Kunden mit Lebensmitteln beliefern als Unternehmen mit dem zwei Stunden Slotprinzip“

Der Vorteil ist also ganz klar hier, Lebensmittel für günstige Preise, keine Lieferkosten, aber auch keine Lebensmittelverschwendung? Der Trick ist es, dass so ein Online Supermarkt ja keine Lager hat. Sie beziehen direkt aus den Lagern der kooperierenden Unternehmen, also den Produzenten. Somit können sie die Menge genau bestellen, die sie benötigen und werfen nichts weg im Gegensatz zum Supermarkt. Rund 10-15 Prozent werden täglich nur an Backwaren von Supermärkten weggeschmissen, sagt Frederic. Das ist Essbares! Und zuhause, da schmeißt der Deutsche circa 50 Kilogramm an Lebensmitteln weg, auch dem kann ich entgegenwirken, wenn ich bei Picnic bestelle. Das Unternehmen verpackt nämlich nach eigenen Vorstellungen, anstelle von zwei Kilo Plastiksäcken Äpfeln, die eh kaum ein Mensch schafft, spricht das Unternehmen mit ihrem Apfelbauer aus der Umgebung und sagt, „Hey wollen wir nicht nur vier Äpfel in eine Packung machen und lass mal schauen, das geht auch nachhaltiger mit der Verpackung.“ Denn es gibt hier nicht nur ausgewählte Supermarktprodukte, sondern auch regionale Produkte von Bauern, Bäckern, Imkern und ja auch der ein oder anderen Eismanufaktur.

Lebensmittel nachhaltig im Online Supermarkt shoppen.

„Als Pilotprojekt nehmen wir derzeit auch Pakete für die Post mit, um Menschen noch mehr Weg abzunehmen und der Umwelt Verkehrschaos zu sparen, wir sind ja eh schon einmal beim Kunden, da können wir auch etwas mitnehmen“

Mit einer Bestellung bei Picnic helfe ich Kleinbauern bzw. Kleinunternehmern, ich spare Zeit, Weg, Nerven und bezahle obendrein nix drauf, um meine Lebensmittel Umweltfreundlich direkt nach Hause zu bekommen. Picnic zeigt hier einen Weg für uns, dem wir ganz einfach mit einer Win-Win-Situation folgen können. Wir sollten uns den innovativen Start Ups öffnen und auch unser Essen und unsere Getränke Online bestellen. 

Ich bestelle nun bei Gorillas oder Picnic. Kriege Honig aus der Umgebung und weiß wo der herkommt, aber in Berlin wachsen nun mal keine Auberginen (oder doch?). Ich will ja aber trotzdem wissen wo die herkommen und möchte, dass es dem Bauer dahinter gut geht. Transparenz sollte bei dem was wir essen, was unseren Körper antreibt, besonders achtsam behandelt werden.

Etepetete

Wir haben jetzt viel an den Endverbraucher gedacht und geschaut, dass wir Umweltfreundlich ausliefern und nichts wegschmeißen, was fehlt ist der Blick, was denn der Bauer selbst so tut. Wir selbst sollten drüber nachdenken, wie wir es vermeiden Lebensmittel wegzuschmeißen, aber da, wo unser Essen herkommt passiert noch mal richtig viel.

„Es besteht auch noch sehr viel Aufklärungsarbeit beim Mindesthaltbarkeitsdatum. Das heißt ja nicht, dass Lebensmittel direkt schlecht sind, wenn das erreicht ist.“

– Frederic Knaudt, Mitgründer von Picnic

Etepetete liefert mir Biolebensmittel direkt vom Bauer umweltfreundlich an meine Haustür. Dabei wird nur in einer großen Kiste verpackt, die auch noch 100 Prozent recycelt ist und selbst das Polstermaterial besteht ausschließlich aus Naturprodukten, wie Holzwolle und Bio-Mais-Flips. Naja, aber das muss ja auch irgendwie alles produziert werden. Dabei versucht Etepetete immerhin durch ein Amazonas Schutzprojekt ihre unvermeidlichen CO2 Ausstöße zu kompensieren, die beim heizen eines Büros und dergleichen halt anfallen. 

Also bio und umweltschonend, kriege ich das nicht auch bei den anderen Online Supermärkten? Nicht so wie hier, denn jetzt schauen wir nämlich auf den Bauern. Es gibt so viele essbare Lebensmittel, welche einfach weggeschmissen werden, weil sie krumm und schief gewachsen sind. Etepetete ist das egal, die werden hier nämlich gesammelt und verkauft, denn ganz ehrlich, muss ich eine in Plastik angezogene 90x60x90 Zucchini kaufen? Über Äußerlichkeiten sollen wir ja nicht definieren. Auch bei Obst und Gemüse zählen die inneren Werte und die sind hier pestizidfrei und bio. 

Die Boxen, die man derzeit bei Etepetete bestellen kann, sind voll mit guten und frischen Lebensmitteln und wenn man möchte gibt es auch nachhaltige Küchenutensilien und T-Shirts dazu. Man kennt also die Landwirte, verschwendet keine Lebensmittel und kriegt auch noch 100 Prozent nachhaltige Bioprodukte mit nachhaltigen Konditionen, wenn man einfach im Online Supermarkt von Etepetete bestellt. 

Wie wir sehen gibt es für unseren Lebensmittelkauf Onlinevarianten, die wir in betracht nehmen können, nicht nur für das Sparen unserer Freizeit und Nerven, sondern auch für unsere Umwelt, regionale Produzenten und Kleinbauern.

Schlussendlich die 3 Lieblingssätze der herkömmlichen Online Supermärkte:

  • Platz 3:  „Das macht dann 5€ pro Lieferung, wir tanken damit feinsten Diesel“
  • Platz 2: „Hier sind unsere 30 verschiedenen Buttersorten, der Buttervergleich dauert nur 10 min“
  • Platz 1, ein deutscher Klassiker: „Unsere Lieferung erreicht Sie zwischen 6 und 16 Uhr, seien Sie dann doch bitte zuhause!“ 

Als wolle ich den Klempner rufen. Zum Glück haben wir innovative Unternehmen, die uns in die richtige Richtung weisen, wir müssen sie nur beauftragen.

Hier ein paar Buchtipps zum Thema:

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Nick Käseberg

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