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Wir haben Freundschaft zu geben

Die Band Pulse of Reason aus Kazan macht Hard-und-Melodic-Rock-Metall -Eine Interview-Sound-Collage.

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Maxim muss zwei Mal hupen, bevor ihn der Pförtner hört und das riesige Eisentor öffnet. Wir fahren auf einen Hinterhof in einem Industrieviertel, Baumaterialien liegen rum, Hunde spielen, es dämmert langsam.

Maxim ist Drummer von Pulse of Reason und hat Dilbar und mich mit dem Auto mitgenommen. Eigentlich ist er aber Manager in einer Farben-Firma. Bei Dilbar wohne ich und sie wiederum ist mit der Leadsängerin der Band, Natascha, befreundet. Das soll meine erste Bandprobe werden, in der Mädchen eine Rolle spielen. Der Hausflur des alten Industriegebäudes ist verfallen, Kippen liegen auf dem rohen Stein. Im ersten Stock, im Proberaum, allerdings ist alles neu renoviert. Das Laminat und der Teppich sind frisch verlegt, ein neuer Schreibtisch und ein Sofa stehen im Raum und das Badezimmer leuchtet mit blauen Fliesen. Dieses Büro gehört Freunden von Pulse of Reason, hier werden eigentlich Proberäume an Bands vermietet, aber die Besitzer sind selbst Musiker und spielen manchmal in ihrem eigenen Büro.

Dilbar ist beeindruckt vom schicken Proberaum. „Ja,” sagt Natascha, „so einen schönen hatten wir IMG_2269noch nie. Immer sind wir von Keller zu Keller gezogen.” Die beiden umarmen sich. Natascha hat lange, rotblonde Haare und ein niedliches Lächeln, sie stellt mir Viktor den Gitarristen und Galina vor, die am Keyboard steht. Nataschas Papa macht den Sound.

Eigentlich sollten Pulse of Reason als Vorband der in Russland fanatisch verehrten Deep Purple spielen, als die in Kasan

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waren. Daraus wurde aber nichts, eine Band aus Moskau hat den Zuschlag bekommen. Warum, will ich wissen. Alle heben die Schultern, Moskau hat immer Vorrang. Dafür durfte Natascha aber den Tour-Guide für Deep Purple spielen, für sie übersetzen und ihnen alles zeigen.

Lustig waren die, schwärmt sie.

Warum Pulse of Reason auf Englisch singen, was Russland dem Westen zu geben hat, wovon Natascha träumt und natürlich, wie die Band klingt, hört Ihr in meiner Interview-Sound-Collage.

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