ist seit dem 26.Juli als Buch erhältlich.
Und das sagen die anderen darüber:
“…frech und stets überraschend…Diane Hielscher rückt die zwei Länder ein Stückchen näher zusammen. Sie wirft Stereotype über Bord und hilft, Russland zu verstehen und es so zu nehmen, wie es ist.” Moskauer Deutsche Zeitung
“…wortwitzig und bildstark” Fritz vom rbb
“…ein farbenreiches Buch.” Leipziger Internetzeitung
“Schlau geschrieben und voll menschelnder Anekdoten.” ZeitPunkt Kulturmagazin 

Schwitzen im Proberaum einer Moskauer Rockband. Ehemalige Sowjetrepubliken, die Karbadino-Balkarien heißen. Ein Stripclub an der Wolga. Technoclubs, in denen nichts zufällig geschieht. Und das Krankenzimmer eines Moskauer Hospitals. Diane Hielscher diskutiert auf Kinderspielplätzen über die Postmoderne, tanzt mit Jugendlichen am schwarzen Meer, trinkt in dunklen Bars und fremden Wohnzimmern. Nebenbei erlernt sie die Feinheiten der russischen Vulgärsprache – während im Kaukasus gerade ein Krieg ausbricht. Die Reisende trifft Künstler, betrunkene Juristen, glücklose Schriftsteller und arme Studenten. Was war nochmal das Ziel dieser Reise? Die Zukunft Russlands – sie ist all das.
Bestellen kann man das Werk hier oder bei amazon. Vielen Dank an: das Pressenetzwerk für Jugendthemen, MitOst, 100,6 MotorFM, das Kulturportal Russland, 007 und natürlich die Edition PaperONE.
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Gesehen und gemacht, Popkultur |
Datum: 30. Juni 2010
In der modernen Musik aus Russland ist die russische Seele verloren gegangen. Die ach so unendlich und unbeschreiblich große russische Duscha, die nicht zu vergleichen ist, mit der englischen Soul oder der deutschen
Seele. Dass sie weg ist, sagen auch die Musiker selbst, mit denen ich gesprochen habe. Egal, ob Rock, Metall, Jazz oder Hip Hop, es ist alles Westen. In der Musik ist das passiert, was russische Patrioten schon immer befürchtet haben, der Westen hat das größte Land der Welt überrollt. Weiter »
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Popkultur, Russland in Berlin |
Datum: 5. November 2009

Das Hotel Naltschik steht leer, vor allem die beiden Tschetschenien Kriege haben dafür gesorgt, dass die Touristen Angst haben, sich hier zu erholen und deswegen ausbleiben. Naltschik liegt ungefähr vier Autostunden von der Tschetschenischen Hauptstadt Grosny entfernt. Für Russland ist das so wenig, wie die 30 Kilometer von Berlin nach Potsdam, für uns. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 30. August 2008
Sprache ist lustig. Sprache ist auch Kommunikation, wenn man sie nicht perfekt bedienen kann. Sprache kann abendfüllend sein. Meine russischen Freunde bringen mir lustige, neue Schimpfwörter bei. „PIANAJA ROSCHE“ (rollendes R, langes o weiches sch), ich wiederhole es, alle lachen. Ich finde es irgendwie poetisch, tatsächlich heißt es aber so was wie „besoffenes Gesicht“, nur sehr grob, ich soll das lieber nicht im Russischunterricht benutzen. In meinen Ohren klingt es, wie ein Kosewort, ich wiederhole es ständig, die anderen kriegen sich gar nicht mehr ein. Im Russischen kann man leicht die Wörter schreiben (pisát) und pinkeln (písat) verwechseln, es liegt an der Betonung. Das ist mir natürlich einmal im Russischunterricht passiert, die Lehrerin wurde ganz nervös.

Meine Freundin Aigul macht aus Mücke und Fliege Flücke und ich freu mich, es klingt tatsächlich wie ein richtiges deutsches Wort. Wir benutzen es seitdem als Oberbegriff für fliegendes, nervendes Getier.
Wenn wir uns unterhalten, tun wir das immer auf Deutsch. Sie ist Übersetzerin.
„Aber ich muss doch Russisch lernen!“
„Ja, aber nicht mit mir!“ Sie hat Recht. Wenn wir uns sehen, müssen wir schnell Informationen austauschen, vor allem Frauen-Informationen. Geschichten aus unserem Leben eben. Aber auch über Politik, Bücher, Musik und Banalitäten. Wir reden beide gern und viel. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 11. Mai 2008