DIE berühmt-berüchtigste Graffiti-Crew Russlands stellt in Berlin aus: 310 Squad.
Was 310 Squad aus dem Gros internationaler Street-Aktivisten heraushebt, ist die Gabe traditionelles Graffiti mit modernen Stilrichtungen klassischer Kunst wie Realismus, Minimalismus und Pop Art zu mischen.
Mehr zu 310 Squad gibts noch bis zum 8. Februar in der ATM Gallery in Mitte zu sehen – und hier. Ein wundervoller Vorwand, um an dieser Stelle meine erste Bilder-Galerie zu veröffentlichen. Hier (gute und schlechte) Streetart, die mir in Russland über den Weg gelaufen ist. (Ein Klick aufs erste Bild startet die Galerie, aber das kennt man ja.)
Kategorien: Popkultur, Russland in Berlin |
Datum: 30. Januar 2009
Erklärbär: Kwartirniki sind Konzerte, die in Wohnungen (Kwartir) stattfinden. Zu Sowjetzeiten waren Rock- und andere Konzerte, die nicht auf Parteilinie lagen, verboten. Deswegen traf man sich heimlich in Wohnungen, die Bands spielten für ihre Freunde. Manchmal war der Andrang aber auch so groß, dass Karten verkauft werden mussten. Nur wer jemanden kannte, der jemanden kannte… bekam Karten für diese Underground-Events. Rockkonzerte sind zwar nicht mehr verboten, Kwartirniki gibt es aber trotzdem noch. Ich war bei einem Kaffee-und-Kuchen-Kwartirnik in Samara.
Treffpunkt: 17 Uhr vor dem Kulturpalast. Eine kleine Gruppe von Menschen hat sich versammelt, mehrer Autos stehen bereit. Warum eigentlich schon so früh? Will ich von Oksana wissen. Weil das Kwartirnik etwas außerhalb statt findet, heute Sonntag ist und morgen wieder alle arbeiten müssen. Sehr clever. Andrej steigt in ein Auto mit ein paar Jungs ein. Oksana und ich sitzen bei Dima im Auto, neben mir Julia. Sie sieht aus wie Liz Hurley. Weiter »
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Popkultur |
Datum: 24. September 2008

Es ist ein Vergnügungspalast, wie man ihn in Russland oft findet. Ein riesiges Gebäude mit verglaster Front. Drin sind eine Schicki-Micki-Sushibar, ein Ultra-Mega-Multiplexkino, ein Casino, ein Glamourni-Club und der Ort, an den wir gehen. Die Oase in der Wüste, wie es Oksana nennt. Der Club heißt Kwasniak und obwohl wir durch lange Gänge mit grauem Linoleum und Chrom-Treppengeländern dorthin gelangt sind, fühlt es sich okay an, hier zu sein. Es ist düster, Rockmusik läuft, alles ist aus Holz, Oksana kennt wieder jeden. Sie stellt mir den Tontechniker vor, der sonst auch Musiker ist und sorgt danach dafür, dass wir sehr schnell unser Bier bekommen, weil sie den Barmann kennt. Weiter »
Kategorien: Popkultur |
Datum: 24. September 2008
Eine Bandprobe in Samara zum Hoeren.

Es wird langsam dunkel, der Herbst-Wind schiebt Laub vor unsere Füße, Russland ist jetzt grade, wie es sein muss, wie ich es am meisten liebe. Kalt, grau, melancholisch. Wir sind an der Metro-Station Moskowskaja ausgestiegen. Die U-Bahn in Samara sieht exakt aus wie die Moskauer Metro, die großen Säulen, die Zeitanzeigen an den Tunneleingängen, die Züge. Nur, dass das Metro-Netz hier aus nur neun Stationen besteht, noch. Überall in der Stadt sieht man Baustellen, das sind die zukünftigen Metrostationen.
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Kategorien: Popkultur |
Datum: 19. September 2008

Der Club heißt Mond aus Papier, was auf Deutsch poetischer klingt, als Papier-Mond, finde ich. Es geht nach unten, in den Keller. Oksana liebt diesen Club, hier gibt’s immer Rock und heute auch Freibier, zumindest, solange der Vorrat reicht. Um uns Mauerwerk, die Bar ist rot, Tische stehen gedeckt im Raum, an den Wänden und der Decke hängt Kunst.
Hinten ist ein VIP-Raum, den man schließen kann, vorne ein VIP-Tisch der aussieht wie der Korb eines Gasluftballons.

Drei Indie-Rock-Bands aus Samara spielen um acht. Noch ist aber Sound-Check und sieben. Oksana und ich sitzen im hinteren Raum, der Boden leuchtet, Barbies liegen drin. Ich hab uns Tee bestellt.
„Was für eine ungewöhnliche Wahl.” Sagt Oksana, „Ich hab Dich noch nie Tee trinken sehen.” Zu diesem Zeitpunkt kennen wir uns grade etwa 36 Stunden, von denen wir 10 geschlafen haben. Ihr fällt es auch auf. „All die Jahre…und ich hab Dich nie Tee trinken sehen!” Weiter »
Kategorien: Popkultur |
Datum: 18. September 2008

Der Flur ist Pink und das, obwohl Oksana Pink hasst, Pink ist für glamourni-girls und Hello-Kitty-Tussen. „Und, warum hast Du ihn dann pink gestrichen?” „Ich weiß es nicht, wirklich! Vielleicht, um meine Freunde zu verwundern. Sie haben mich gefragt, ob ich krank bin, als sie den Flur gesehen haben, das fand ich lustig!”Ich bin in Samaras Indie-Künstler-Welt gelandet, bei Oksana. Sie entwirft Kleidung. Bis jetzt noch für ihre Freunde, wie das immer so ist. Weiter »
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Popkultur |
Datum: 17. September 2008
![russischrock2[1]](http://static.flickr.com/3284/2845017025_15906f0195_m.jpg)
Wie angekuendigt, hier der erste Teil.
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Kategorien: Popkultur |
Datum: 15. September 2008