Artikel-Schlagworte: „Romantik“

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Träume

Erklärbär: Kwartirniki sind Konzerte, die in Wohnungen (Kwartir) stattfinden. Zu Sowjetzeiten waren Rock- und andere Konzerte, die nicht auf Parteilinie lagen, verboten. Deswegen traf man sich heimlich in Wohnungen, die Bands spielten für ihre Freunde. Manchmal war der Andrang aber auch so groß, dass Karten verkauft werden mussten. Nur wer jemanden kannte, der jemanden kannte… bekam Karten für diese Underground-Events. Rockkonzerte sind zwar nicht mehr verboten, Kwartirniki gibt es aber trotzdem noch. Ich war bei einem Kaffee-und-Kuchen-Kwartirnik in Samara.
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Treffpunkt: 17 Uhr vor dem Kulturpalast. Eine kleine Gruppe von Menschen hat sich versammelt, mehrer Autos stehen bereit. Warum eigentlich schon so früh? Will ich von Oksana wissen. Weil das Kwartirnik etwas außerhalb statt findet, heute Sonntag ist und morgen wieder alle arbeiten müssen. Sehr clever. Andrej steigt in ein Auto mit ein paar Jungs ein. Oksana und ich sitzen bei Dima im Auto, neben mir Julia. Sie sieht aus wie Liz Hurley. Weiter »

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Wolgograd – wie es sich anfühlt

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Ich kann die Zugdurchsagen hören, wenn ich einschlafe, wenn ich aufwache. Es scheint immer die gleiche Frau zu sein, ich verstehe nicht, was sie sagt. Wenn sie mich um sechs das erste Mal weckt, riecht es schon nach Herbst. Um zehn dann nicht mehr, die Sonne hat den schmutzigen Asphalt erhitzt und es ist wieder Sommer. Wenn ich aus dem Fenster kucke, sehe ich die russischen Farben, weiß, rot, blau. Weiß, blau, rot, sie beleuchten nachts die Brücke. Darunter stehen die Züge. Ich wohne im Bahnhof. Es heißt Komnata Otechat, Erholungszimmer und ist billig, eine Art Youth Hostel für Erwachsene, duschen kostet extra. Unten, vor meinem Fenster, gehen die Männer in einer dunklen Ecke urinieren, weil sie denken, dass sie niemand sieht. Ich rauche aus dem Fenster und sehe sie. Weiter »

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…weil wir so romantisch sind

Es kann einem in Moskau nicht passieren, dass man durch die Straßen läuft und denkt: „Hm, sone Rose wär jetzt schön oder eine Margerite…“ und keine findet. Diese Stadt ist voll von Blumenläden, beziehungsweise Blumenkiosken. Kleine bunte Boxen, gefüllt mit prächtigen Bouquets, geschmückt mit bunten Folien, Schleifen, Schleierkraut. Rosen mit so langen Stielen und so großen Blüten, dass man Angst bekommt. Ja, Blumenläden sind toll, nie würde ich was gegen Blumenläden sagen, ich bin ja kein Unmensch, aber so viele!?

Blumenkioske

Sollte man tatsächlich mal Bedürfnisse haben, die über das Blumenkaufen hinausgehen, muss man manchmal länger suchen, als nach Tulpen („Hm, jetzt eine Flasche kaltes Wasser!“, „Hm, jetzt eine Zigarette.“).

Hier ein besonders schöner Schnappschuss, da er gleich zwei Blumenläden nebeneinander zeigt (Zweti)

Eine kleine Umfrage unter meinen russischen Bekannten hat ein wenig Licht ins Dunkel gebracht. Weiter »


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