Moskau. Die Longdrinks im FAQ sind wirklich long, aber auch breit, sie kommen nämlich in Bierhumpen.
Sie schmecken nach Grenadine und Kirschsaft, nicht zu süß und sind sehr alkoholisch. Die Burritos sollen lecker sein, sagt Mascha. Der erste Raum ist unspektakulär, aber gemütlich. Die Tische sind aus Holz, das Licht gedämmt. Auf der Couch sitzt eine Frau und schiebt sich mit der Gabel etwas in den Mund. Ihr Freund hat seinen Kopf auf ihren Schoß gebettet, sie balanciert den Teller mit der anderen Hand über seinem Gesicht, er hält die Augen geschlossen. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht, Popkultur |
Datum: 28. Oktober 2009
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Es geht weiter in meiner kleinen Serie über Russischen Rock - diesmal: Nautilus Pompilius, kurz Nau oder Hay. Wer Vorschläge hat, welche wichtige Band ich mir als nächstes vornehmen soll, immer her damit. Ich freu mich über jeden Kommentar. So, jetzt aber loshören.
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Kategorien: Popkultur |
Datum: 26. Januar 2009

Der Flur ist Pink und das, obwohl Oksana Pink hasst, Pink ist für glamourni-girls und Hello-Kitty-Tussen. „Und, warum hast Du ihn dann pink gestrichen?” „Ich weiß es nicht, wirklich! Vielleicht, um meine Freunde zu verwundern. Sie haben mich gefragt, ob ich krank bin, als sie den Flur gesehen haben, das fand ich lustig!”Ich bin in Samaras Indie-Künstler-Welt gelandet, bei Oksana. Sie entwirft Kleidung. Bis jetzt noch für ihre Freunde, wie das immer so ist. Weiter »
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Popkultur |
Datum: 17. September 2008
Freitagabend, wir gehen steil in Saratov. Anastasia und ich sitzen noch in einer Kneipe in der Fußgängerzone. Es ist ein nicht großer und nicht besonders schöner Raum mit Holzstühlen, einem klobigen Tresen, es gibt Bier vom Fass und Retro-Musik. Von Madonna bis Mr. Vain sind alle da. Anastasia trägt eine schwarze Jeans, ein weißes adidas T-Shirt und eine niedliche graue Stoffmütze, mit einem schwarzen Stern auf der Stirn. Sie hat lange, schwarze Haare und einen dunklen Teint.
Wir mussten den Tisch am Klo nehmen, weil alle anderen besetzt waren. Die Menschen, die aufs Klo gehen, kucken uns neugierig an. Auf unserem Tisch liegt ein Russisch-Deutsch/Deutsch-Russisch Wörterbuch. Anastasia redet langsam und simpel und ich schnell und falsch Russisch, wir verständigen uns trotzdem wunderbar und kichern permanent.
![IMG_2066[1]](http://static.flickr.com/3178/2852872367_47c23a3256_m.jpg)
„Ich hab gute Laune!“ sagt Anastasia und ihre Augen strahlen, obwohl sehr grüne Kontaktlinsen drin sind. Wir schnappen uns ein Taxi, fahren etwa 10 Minuten durchs dunkle Saratov und sehen dann die Menschen. Es sind etwa 50, sie alle wollen in den Club. Es ist keine Schlange, es ist ein Knäuel. Weiter »
Kategorien: Popkultur |
Datum: 13. September 2008
Katharina die Große wollte ja immer Amüsemang.
Unter anderem hat sie sich dafür in Moskau einen Garten bauen lassen. In dem sollte es nie langweilig sein und damit das auch der letzte Blödmann versteht, hat sie ihn „Nicht langweiliger Garten“ genannt. Ne Skutschni S(ß)ad.
Das heißt, wie wir ja wissen, nicht, dass Schlampen keinen Zutritt haben oder dass dort kein Gebäck verzehrt werden darf. Man möge sich dort bitte lediglich amüsieren, möglichst gut. Das tat ich, mit zwei Freunden. Von denen weiß ich dass es mal einen Christian aus München gab. Der kannte nicht den Unterschied zwischen den beiden russischen „S“. Das zweite wird gesprochen, wie ein „ß“. Und Christian hat immer „nicht langweiliger Po“ gesagt, statt Garten.
Wir saßen da nun also auf unseren Sads, im ßad, tranken Bier und sie erzählten mir, dass sie nicht zur Wahl gegangen sind, um Medwedew zu wählen. Sie hatten nämlich verschlafen, den ganzen Tag, weil sie die Nacht durchgefeiert hatten. Aber wählen in Russland macht sowieso keinen Spaß und außerdem wird Hedonismus hier überhaupt noch klein geschrieben, sagen sie. Ich weiß noch gar nicht, wie Hedonismus hier geschrieben wird. Die Sonne geht unter, an der Moskwa gehen die Lichter der Bars an, die Brücke leuchtet grün. Weiter »
Kategorien: Die Zukunft Russlands, Gesehen und gemacht |
Datum: 26. Juli 2008