
Die Morgensonne glitzert auf dem kleinen See, auf einem Hof, in der Nähe, schnattern Enten und die Fische beißen nicht. „Wahrscheinlich sind sie wieder schlafen gegangen.” witzel ich. Es ist gleich neun, eigentlich wollten wir schon um halb acht hier sein.
Aber Dilbar und ihr Freund Mischa haben verschlafen. „Lass uns um sechs treffen!” hatte er am Abend vorher noch gesagt. „Man muss früh angeln gehen, sonst kann man es gleich sein lassen.” Mit einem charmanten Lächeln konnte ich eine Stunde Schlaf rausschlagen und wir haben uns um sieben verabredet. Punkt sieben saß ich Banane kauend am Küchentisch und bekam keine Antwort auf meine SMS. Erst um 7 Uhr 26: „Ah! Ah! Wir haben verschlafen, entschuldige, sind um acht da!” Weiter »
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Datum: 30. September 2008
Die Band Pulse of Reason aus Kazan macht Hard-und-Melodic-Rock-Metall -Eine Interview-Sound-Collage.

Maxim muss zwei Mal hupen, bevor ihn der Pförtner hört und das riesige Eisentor öffnet. Wir fahren auf einen Hinterhof in einem Industrieviertel, Baumaterialien liegen rum, Hunde spielen, es dämmert langsam. Weiter »
Kategorien: Popkultur |
Datum: 28. September 2008

Diese drei wundervollen Wesen habe ich in der Fussgaengerzone von Saratov getroffen. Auszufriemeln, wer was traegt und wo gekauft hat, hatte keiner von uns Lust. An dieser Stelle nur die Information, dass alle drei Deutsch in der Schule lernen, deswegen auf Deutsch: viele Gruesse nach Saratov!
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Datum: 26. September 2008

Es folgt ein purer touristischer Tipp. Denn die Hauptstadt Tatarstans lohnt sich auch, wenn man als Tourist in einem Hotel wohnt und ein kontinentales Fruehstueck einnimmt, bevor man sie erkundet. Laut Wikipedia ist Kasan eine Perle der Architektur und laut Diane …auch. Die Herbstsonne scheint, die Wolga-Luft ist frisch, die Baeume verlieren ihre Blaetter und ich fuehle mich wie im Urlaub…noch einen Kaffee bitte! Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 25. September 2008
Erklärbär: Kwartirniki sind Konzerte, die in Wohnungen (Kwartir) stattfinden. Zu Sowjetzeiten waren Rock- und andere Konzerte, die nicht auf Parteilinie lagen, verboten. Deswegen traf man sich heimlich in Wohnungen, die Bands spielten für ihre Freunde. Manchmal war der Andrang aber auch so groß, dass Karten verkauft werden mussten. Nur wer jemanden kannte, der jemanden kannte… bekam Karten für diese Underground-Events. Rockkonzerte sind zwar nicht mehr verboten, Kwartirniki gibt es aber trotzdem noch. Ich war bei einem Kaffee-und-Kuchen-Kwartirnik in Samara.
Treffpunkt: 17 Uhr vor dem Kulturpalast. Eine kleine Gruppe von Menschen hat sich versammelt, mehrer Autos stehen bereit. Warum eigentlich schon so früh? Will ich von Oksana wissen. Weil das Kwartirnik etwas außerhalb statt findet, heute Sonntag ist und morgen wieder alle arbeiten müssen. Sehr clever. Andrej steigt in ein Auto mit ein paar Jungs ein. Oksana und ich sitzen bei Dima im Auto, neben mir Julia. Sie sieht aus wie Liz Hurley. Weiter »
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Datum: 24. September 2008

Es ist ein Vergnügungspalast, wie man ihn in Russland oft findet. Ein riesiges Gebäude mit verglaster Front. Drin sind eine Schicki-Micki-Sushibar, ein Ultra-Mega-Multiplexkino, ein Casino, ein Glamourni-Club und der Ort, an den wir gehen. Die Oase in der Wüste, wie es Oksana nennt. Der Club heißt Kwasniak und obwohl wir durch lange Gänge mit grauem Linoleum und Chrom-Treppengeländern dorthin gelangt sind, fühlt es sich okay an, hier zu sein. Es ist düster, Rockmusik läuft, alles ist aus Holz, Oksana kennt wieder jeden. Sie stellt mir den Tontechniker vor, der sonst auch Musiker ist und sorgt danach dafür, dass wir sehr schnell unser Bier bekommen, weil sie den Barmann kennt. Weiter »
Kategorien: Popkultur |
Datum: 24. September 2008
“Du musst Joeschek w tumanje kucken!” Aigul und Artiom meinen es ernst: “Das ist Kunst und kein Trickfilm!”. Offenbar kennt jeder hier die Geschichte vom kleinen Igel, ist damit aufgewachsen. Kaum bin ich in Samara angekommen, erzählt mir Oksana von ihm.
Was hat es nur mit diesem Igel auf sich, das muss ja ein ganz toller Kerl sein, denke ich. Ich hab ihn mir natürlich angeschaut und was soll ich sagen: Ihr müsst Joeschek w tumanje kucken! Es wird zwar Russisch gesprochen, aber man versteht auch ohne Sprachkenntnisse worum es geht und die Bilder sind wundervoll. Kunst, wie gesagt.
Nur eine kleine Übersetzungshilfe – mein Lieblingssatz ist: “Ja Joeschek i ja upal w reku.” (“Ich bin der kleine Igel und ich bin in den Fluss gefallen.”) Da bricht es hemmungslos aus mir heraus – das weibliche: OH wie süsssss!!!!!
Kategorien: Gesehen und gemacht, Popkultur |
Datum: 23. September 2008