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Kulinarisches

Es folgen keine Kochrezepte aus der Russischen Küche, sondern meine ganz persönlichen Erfahrungen mit der eben genannten.

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Pelmeni, Blini und Piroschki sind allseits bekannt. Maultaschen, Eierkuchen und gefüllte Teigtaschen. Aber darüber hinaus haben Russische Eßgewohnheiten noch Überraschungen parat, die ich erst auf dieser Reise entdecken konnte oder  mit denen ich jetzt besonders intensiv konfrontiert wurde.

Zum Beispiel Tworog mit Smetana, zu Deutsch: (trockener, bröseliger) Quark mit Schmand. Warum sollte man so was essen, dachte ich, als ich es in Belgorod, bei Artur, das erste Mal gesehen habe. Das ist ja wie Käse in Milch mit Butter, das muss ja nicht sein. Bis ich es eines Tages dann ungefragt vorgesetzt bekommen habe. Um nicht nur einfach zwei verschiedene Milchprodukte zusammen zu essen, habe ich mir allerdings noch heimlich eine Banane rein geschnitten und Feigenmarmelade hineingerührt. Dann war es eine Art Fruchtquark und sehr lecker. Allerdings war mir danach schwindlig, wahrscheinlich litt ich an einem Eiweißschock. (Albert hat allerdings angemerkt, dass ich ja auch Eis mit Sahne esse, zwei Milchprodukte zusammen, da hat er auch wieder Recht.) Weiter »

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Teil 2 – DDT

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Wie klingen die Bands, die in Russland – oder damals der Sowjetunion – Rock-Geschichte geschrieben haben? Wer waren die Musiker? Was haben sie durchgemacht? Was hat sie bewegt? Hier der zweite Teil meiner Serie.

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Paaajechele!

hat Juri Gagarin, der erste Mann im Weltall, gesagt, als es losging. Das heißt so viel wie Gehen wir, los gehts, na dann mal los… Pachejele ist ein Trinkspruch und ein geflügelter Ausdruck und Gagarin ein Trickfilm, den ich Euch zeigen will.

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…because you ask

Eigentlich sind wir müde. Gestern hat Alberts Schwester Aigul geheiratet, wir haben lange auf der Straße getanzt, mit einem Ghettoblaster und Sekt, haben gelacht, über uns, bis uns die Bäuche wehgetan haben. Haben Goran Bregovic gehört, vor dem Kar Marx-Denkmal Faxen gemacht, wenig geschlafen. „Willst Du mit ein paar Freunden von mir trinken?”  hatte Albert mich trotzdem gefragt. „Ja.” Habe ich trotzdem gesagt. Ich bin zwar todmüde, aber nicht zum Schlafen hier. Es ist der Abend nach der Hochzeit, alle sind abgereist, nur Albert und ich sind übrig geblieben. Die anderen sind wieder in Moskau oder Kasan. Wir in Uljanowsk, an der Wolga.

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Nach ein paar Stationen mit der Tram wir sind da, wo wir hin wollen. Das Haus ist eines aus der Chruschow-Ära, würde ich sagen, mit meinen rudimentären Architektur-Kenntnissen. Die Chruschtschow-Bauten sind größer als die Breschnew-Häuser. Ansonsten ähneln sie sich sehr in meinen westlichen Augen, Beton-Blöcke, viele Fenster. Weiter »

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Der Katzentisch

…viel zu spät kommt dieser Bericht, ich weiß… aber ich bin ja Gott sei dank nicht Spiegel online…gelobe Besserung.

„Weißt Du, dass heute hier in Petersburg Zenit gegen Real spielt?” „Nein, wusste ich nicht.”Der russische junge Mann, der die Registrierung der Dialog-Teilnehmer vornimmt, versucht mit mir zu flirten, eine komische Art. „Du wirst derweil in der Philharmonie sitzen…” er grinst frech.

„Ja, schade eigentlich.” Ich grinse auch und nehme mein Batch (wichtiges Kongress- Accessoire, zum um den Hals hängen) in Empfang. Drauf steht mein Name und sonst nichts. Das wird sich im Laufe des Petersburger Dialoges noch als unpraktisch herausstellen, weil man nicht mit einem Blick klären kann, ob man mit jemandem ein Gespräch anfangen will, oder nicht. Man muss erst fragen, was der andere denn überhaupt mache und schon ist man, im schlimmsten Fall, in ein Gespräch über Nichteisen Metalle oder Immobiliengeschäfte verwickelt.

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Im Foyer des Holiday Clubs stehen nun also lauter Männer in Anzügen und sprechen deutsch. Ich leide unter einem schlimmen Kulturschock. 24 Stunden bin ich in einem so genannten Platzkartni-Waggon von Kasan nach Petersburg gereist. Platzkartni heisst, dass es keine Abteile gibt, alles ist offen, rund 40 Menschen schlafen in einem großen, rollenden Schlafraum. Ein Betrunkener hatte mich zum Küssen überreden wollen und war eine Viertelstunde nicht von meiner Liege aufgestanden, das Toilettenpapier war relativ schnell alle, meine Land-Äpfel, die ich auf dem Bahnhof gekauft habe, waren sehr lecker und haben nur 10 Rubel gekostet. Die Renten in Russland sind so niedrig, dass alte Männer oft Taxi fahren, um zu überleben und alte Frauen Obst und Gemüse aus ihrer Datscha verkaufen, oft an Bahnhöfen.

Eine deutsche Teilnehmerin keift die Dame aus dem Organisationsteam an, weil sie im falschen Hotel untergebracht ist. Weiter »

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Aigul (26)

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Diese wunderschoene Braut hat am 3. Oktober in Uljanowsk an der Wolga geheiratet. Die Schuhe waren exakt zehn Mal teurer, als das Kleid. Fuer die Jacke musste kein Tier aus der Muppet-Show sterben und das Huetchen hat sie selbst gebastelt. Es gab Meinungsverschiedenheiten in der Familie, weil ihr Outfit extrem unorthodox ist fuer eine russische Hochzeit, aber alle haben sich wieder lieb. Der Braeutigam will nicht erwaehnt werden, sah aber auch gut aus.

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Selbstreferentielle Scheisse

nennen wir Medienfutzis es, wenn wir uns mir uns selbst beschaeftigen. Genau das wird hier passieren. Die letzten drei Tage hatte ich die Ehre, beim 8. Petersburger Dialog teilzunehmen, da ich eine der diesjaehrigen Gewinner des Peter-Boenisch-Gedaechtnispreises bin. Das macht mich stolz und froh, habe ich doch genau das vor gehabt, als ich los zog, in die Welt:

Mit dem Peter-Boenisch-Gedächtnispreis zeichnet der Petersburger Dialog junge Journalisten aus, die durch eine sachgerechte und lebensnahe Darstellung des Lebensalltags im jeweils anderen Land zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Russen beitragen. Weiter »


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