der gute Geschmack
in Moskau wohnt wo? Na? Na? In meinem neuen Viertel. Weiter »
Kehren wir zurück zur Musik, is ja kein Putin-Blog hier, das wollen wir gar nicht erst einreißen lassen.
Bei der Band Cosmonautix handelt es sich um berlinerische Russen, russische Berliner. Und die kommen auch nicht ohne Zaren, Kosaken, Kasatschok und Balalaika aus. Aber ist man in der Ferne nicht immer am meisten Bürger seines Landes… Die vier jungen Herren lassen ihre russische Seele in Berlin in Form von Punk, Ska, Klezmer, Reggae und Rock klingen. Weiter »
Mein lieber, netter, toller Freund Paul aus Moskau macht jetzt Jazz. Vor sechs Jahren, als wir uns kennen gelernt haben, hat er noch geschrammelt und ins Mikro gegröhlt, wir haben Wodka getrunken und wild getanzt (schon allein deswegen, weil im Proberaum Minusgrade herrschten und wir uns aufwärmen mussten), aber wir werden alle nicht jünger. Jetzt nun also Rotwein-Musik und zwar Gute. An dieser Stelle kommt der geneigte Blogleser ins Spiel. Weiter »
Wenn die Doors sich Hörner leihen, um bei Trotzkis Bar-Mitzwa zu spielen und Manzarek seine Kippa zu Hause vergessen hat, dann klingt das wie Nayekhovichi. Das sagen die Jungs aus Petersburg über sich selbst und nach dem ersten Lied, weiß man was sie meinen. Nayekhovichi spielen ganz großartigen russischen Punk-Psychedelic-Garage-Klezmer-Rock`n Roll und jiddischen Sowjet-Pop. Das machen sie schon seit 2004, zuerst als dreier Kombo auf russischen Hochzeiten, jetzt zu viert auf Bühnen auf der ganzen Welt. Weiter »
Fünf junge Männer, Converse, Sonnenbrillen, Attitude! Sie kommen nicht aus England oder Norwegen, aus Frankreich oder den USA. Maxim, Nicolay, Alexandr und Leo kommen aus Russland und machen schöne Indie/Grunge/Garage House- Musik. Sie verraten zwar nicht so viel von sich auf ihrer Myspace-Seite, aber hören reicht ja – ach ja, und kucken, schöne Fotos haben sie auch.
старaя вoлна heißt übrigens die alte Welle.
Und zu hören gibt’s die hier.
Macht Frauen trinken mehr Spaß, wenns bunt, elegant und süß ist? Ich weiß nicht.
Aber Marketing-Experten in Russland geben alles. Da gibt’s Wodka jetzt auch mit Limetten- Vanille- und Mandelgeschmack. Und nicht nur das, die Flaschen von “Дамская”, also “Damskaja”, sehen auch noch aus, wie überdimensionale Parfümflakons.
„Ab heute getrennte Wodka-Flaschen, Schatz! Ich lebe mein eigenes Leben.“
Aber was, wenn Männer und Frauen zusammen trinken wollen? Flaschenchaos auf dem Tisch? Oder interkultureller und -geschlechtlicher Austausch?
Gefunden hab ich das hier und da gibts noch mehr Schönes. Vielen Dank!
Geahnt hatte ich es und was soll ich sagen: selten so geschwitzt!
Ich stand im Moshpit, weil sich viele am Anfang noch nicht getraut hatten. Es fing mit „Tatarstan“ an. Die Menge hat sehr schnell getobt. Musikjournalisten benutzen gerne das Wort „spielfreudig“, jetzt hab ich endlich mal WIRKLICH gefühlt, was das bedeutet. Mein Gott, haben die fünf Spaß auf der Bühne! Spielen ist kein Job für Skazka, sie leben dafür. Und die Fans leben auf. Wir haben getanzt, bis wir nicht mehr konnten, mitgesungen auch wenn wir des Russischen nicht besonders gut mächtig sind. Manchmal dachte ich kurz: ich kann nicht mehr! Meine Hose klebt an mir, meine Lunge brennt, ich hab zu viel an. Egal: weitertanzen, weiterschwitzen, weiter springen, weiter singen. Gerade ganz vorne ging sowieso nichts Anderes. Und die Fans um mich herum waren so ekstatisch, so sympathisch. Ein gelungenes Konzert, eine sehr süße Band, tolle Fans, perfekte Atmosphäre. Geil! Geil! Geil!