
Es folgt ein purer touristischer Tipp. Denn die Hauptstadt Tatarstans lohnt sich auch, wenn man als Tourist in einem Hotel wohnt und ein kontinentales Fruehstueck einnimmt, bevor man sie erkundet. Laut Wikipedia ist Kasan eine Perle der Architektur und laut Diane …auch. Die Herbstsonne scheint, die Wolga-Luft ist frisch, die Baeume verlieren ihre Blaetter und ich fuehle mich wie im Urlaub…noch einen Kaffee bitte! Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 25. September 2008
“Du musst Joeschek w tumanje kucken!” Aigul und Artiom meinen es ernst: “Das ist Kunst und kein Trickfilm!”. Offenbar kennt jeder hier die Geschichte vom kleinen Igel, ist damit aufgewachsen. Kaum bin ich in Samara angekommen, erzählt mir Oksana von ihm.
Was hat es nur mit diesem Igel auf sich, das muss ja ein ganz toller Kerl sein, denke ich. Ich hab ihn mir natürlich angeschaut und was soll ich sagen: Ihr müsst Joeschek w tumanje kucken! Es wird zwar Russisch gesprochen, aber man versteht auch ohne Sprachkenntnisse worum es geht und die Bilder sind wundervoll. Kunst, wie gesagt.
Nur eine kleine Übersetzungshilfe – mein Lieblingssatz ist: “Ja Joeschek i ja upal w reku.” (“Ich bin der kleine Igel und ich bin in den Fluss gefallen.”) Da bricht es hemmungslos aus mir heraus – das weibliche: OH wie süsssss!!!!!
Kategorien: Gesehen und gemacht, Popkultur |
Datum: 23. September 2008
Der Mann ist um die 40, schaetze ich. Er ist breit und gross, traegt ein Holzfaellerhemd. “Taxi?” blafft er mich an. “Ja, gleich!” blaffe ich im gleichen Ton zurueck. “Adresse!”, “Ja, GLEICH! Muss ich erst erfragen!” Wir haben den gleichen Ton gefunden und laufen jetzt zusammen durch den Tunnel, der die Bahnsteige und das Bahnhofsgebaeude verbindet. Es ist 4 Uhr 20, ich bin in Saratov und es ist stockdunkel. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 10. September 2008
![IMG_2052[1]](http://static.flickr.com/3038/2842768348_cc35a9c645_m.jpg)
Ich kann die Zugdurchsagen hören, wenn ich einschlafe, wenn ich aufwache. Es scheint immer die gleiche Frau zu sein, ich verstehe nicht, was sie sagt. Wenn sie mich um sechs das erste Mal weckt, riecht es schon nach Herbst. Um zehn dann nicht mehr, die Sonne hat den schmutzigen Asphalt erhitzt und es ist wieder Sommer. Wenn ich aus dem Fenster kucke, sehe ich die russischen Farben, weiß, rot, blau. Weiß, blau, rot, sie beleuchten nachts die Brücke. Darunter stehen die Züge. Ich wohne im Bahnhof. Es heißt Komnata Otechat, Erholungszimmer und ist billig, eine Art Youth Hostel für Erwachsene, duschen kostet extra. Unten, vor meinem Fenster, gehen die Männer in einer dunklen Ecke urinieren, weil sie denken, dass sie niemand sieht. Ich rauche aus dem Fenster und sehe sie. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 9. September 2008
Komme nichts ahnend in Wolgograd an und dann wird geschossen. Ach, nicht schon wieder, denke ich. War aber nur ne Geburtstagsfeier, Wolgograd wird 419. Herzlichen Glueckwunsch!
![IMG_2048[1]](http://static.flickr.com/3051/2834917501_0c0c34e853.jpg)
Es ist wunderschoen hier: Altbauten, nette Cafes und Bars, eine schoene Innenstadt, Parks und – natuerlich – die Wolga. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 7. September 2008
„Let´s go to a hot place.“ hatte Arslan gesagt. Jonty hatte gefragt: „What hot place, you mean like a Sauna?“Jonty erzählt uns davon, wie sein Kumpel mit ihm hatte ausgehen wollen, er ist Entertainer, wir sehen die Situation vor uns. Jonty macht den Arabisch-Russisch-Akzent nach: „No, no, very dry… and than the girls come.” Jonty dachte an Bekannte oder Freundinnen. “What makes them come?” “You call them… and

than you pay extra.” Wir sitzen in einer kleinen Wohnung nicht weit von Naltschiks Zentrum entfernt, trinken türkischen Kaffee, essen Baklava und lachen laut. Jonty ist US-Amerikaner, aber eigentlich Kabardine, oder umgekehrt. Vor etwa einem Jahr hat er angefangen, seine Wurzeln zu erkunden. Kabardinisch spricht er in New Jersey kaum, sehr selten, mit seinem Vater. Das Wohnzimmer, in dem wir sitzen, hat eine Freundin von ihm, Zaina gemietet. Sie ist auch Kabardinin, kommt allerdings aus Jordanien. Die Kabardinen sind überall, nur nicht in Kabardino Balkarien. Hier gibt es etwa eine Million, draußen, in der Diaspora, sind es vier Millionen. Sie sind in den USA, in Jordanien, in Syrien, in der Türkei und in Deutschland. In Deutschland? Ja, klärt mich Jonty auf, die meisten in Hannover. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 2. September 2008
Internet sei dank, könnt Ihr jetzt dieses traditionelle Kabardinische Lied starten und beim Hören, lesen und Fotos kucken.
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

„Die Frauen tragen Schuhe, die aussehen, wie Stühle.“ „Stühle?“ „Ja, kuck!“ Wir sitzen vor dem Fernseher und schauen und Musikvideos an. In der Sendung kann man seinen Lieben mit Musik zum Geburtstag gratulieren. „Der dicke Mann da hat Geburtstag.“ Sagt Natscha, als ein Bild von ihm eingeblendet wird.
Danach sehen wir wieder die Frauen mit den Stuhl-Schuhen. Die Schuhe haben keinen Absatz, sondern sind plateauartig, überall gleich hoch. Die Frauen tragen lange, meist weiße, Kleider, bewegen sich majestätisch zur Musik, mit erhobenem Haupt. Ihre Arme schweben elegant in der Luft. Weiter »
Kategorien: Gesehen und gemacht |
Datum: 1. September 2008