Archiv für die Kategorie „Die Zukunft Russlands“

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Rossija – Champion!

Da kucken wir aber alle komisch: die Russen im EM-Halbfinale? Auf den Straßen Moskaus wird jetzt wie bei uns gehupt und gejubelt, nein lauter. Ich wollte aber auch wissen, was die jungen Leute so machen, die ich kenne. Beim Spiel, vor dem Spiel, nach dem Spiel. Hupen sie? Interessiert es sie überhaupt? Nationalstolz de luxe?

Da ich aber noch in Berlin bin und sie nicht fragen kann, hab ich eine kleine Email-Umfrage gestartet. Hier die ersten Ergebnisse: Weiter »

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Kommunistisches Disneyland an der Wolga

„UL-JA-NOWSK… wie klingt denn das, voll doof! SIM-BIRSK, klingt viel besser.“ sagt Albert und grinst spitzbübisch. Auch er ist Musiker, alles muss gut klingen. Uljanowsk, die Stadt an der Wolga, in der Lenin geboren wurde (Wladimir Iljitsch Uljanow), soll umbenannt werden. Oder richtig: soll ihren ursprünglichen Namen wieder bekommen, Simbirsk.

Die Sowjetzeiten werden schon seit einiger Zeit von der Landkarte getilgt. Leningrad ist jetzt St. Petersburg, klar, weiß jeder. Samara, auch an der Wolga, war früher Kujbyschew und Jekaterinburg hieß Swerdlowsk. Die Umbenennung von Uljanowsk wird im Stadtparlament schon seit Jahren hitzig diskutiert, jetzt diskutieren wir auch, allerdings weniger hitzig. Mehr zur Entspannung, nach dem anstrengenden Tag in der Sonne am Wolgastrand und beim Essen, ha.

Die Uljanowsker Gang: Albert, Kolja, Aigul und ArtiomIch muss dieses Thema ausdiskutiert wissen, schließlich ist Lenin nicht irgendein sowjetischer Politiker, den im Westen niemand mehr kennt oder je gekannt hat, entschuldigt mal bitte. Aigul ist 25, wurde hier geboren und ist pragmatisch. Sie sagt, vor allem sei diese Umbenennung teuer, das Geld könne man für andere Sachen besser gebrauchen, um die Straßen auszubessern zum Beispiel. Ja, die geben Stoßdämpfern was zu tun. Weiter »

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Endlich Wodka, endlich Russen

“Nein, Russland ist natuerlich keine Demokratie… aber die USA auch nicht …und Europa auch nicht. Da berichten doch alle das Gleiche ueber Russland, wie kann das Pressefreiheit sein? … Ausserdem habt Ihr Berlusconi und Sarkozy…Putin hat viel Gutes fuer Russland getan…Ich hasse Putin natuerlich… aber Medwedew ist nichts gegen Putin…” Paul ist 29 Jahre alt und betrunken. Aber all das, was er sagt, ist nichts Neues, ich kenne diese Gespraeche, sie haben nichts damit zu tun, dass wir die dritte Flasche путинка (Putinka Wodka) leeren. Ich kenne niemanden, der Putin wirklich “mag”. Es ist Respekt da, Respekt fuer seine Leistung, Stabilitaet herzustellen, nach den wirren Jelzin-Jahren. Die Wirtschaft waechst, die Renten sind gestiegen und die Welt hoert wieder zu, wenn Russland spricht. Und dann kommen die Westler, sagen immer das Gleiche. Es ist ermuedend. Den ganzen Abend haben wir rumgealbert, ueber Musik gesprochen, ueber Wodka, ueber uns, was wir so machen. Haben gespielt mit unseren Sprachen. Weiter »

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Klicken für die Völkerfreundschaft!

Mein lieber, netter, toller Freund Paul aus Moskau macht jetzt Jazz. Vor sechs Jahren, als wir uns kennen gelernt haben, hat er noch geschrammelt und ins Mikro gegröhlt, wir haben Wodka getrunken und wild getanzt (schon allein deswegen, weil im Proberaum Minusgrade herrschten und wir uns aufwärmen mussten), aber wir werden alle nicht jünger. Jetzt nun also Rotwein-Musik und zwar Gute. An dieser Stelle kommt der geneigte Blogleser ins Spiel. Weiter »

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старaя вoлна

Fünf junge Männer, Converse, Sonnenbrillen, Attitude! Sie kommen nicht aus England oder Norwegen, aus Frankreich oder den USA. Maxim, Nicolay, Alexandr und Leo kommen aus Russland und machen schöne Indie/Grunge/Garage House- Musik. Sie verraten zwar nicht so viel von sich auf ihrer Myspace-Seite, aber hören reicht ja – ach ja, und kucken, schöne Fotos haben sie auch.

старaя вна heißt übrigens die alte Welle.

Und zu hören gibt’s die hier.

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Maybe I’m crazy

fluss.jpgFür eine NGO arbeiten ist in Russland noch einigermaßen ungewöhnlich. Umweltschutz auch. Wer sich für eine NGO um Umweltschutz kümmert, muss mit hochgezogenen Augenbrauen rechnen. Sasha, Olja und Anja ist das egal. Sie sind jung, idealistisch und wollen nicht, dass Plannierrraupen die Gegend um “ihren” Baikalsee, die Wälder und Flüsse zerstören, damit Touristen gemütlich Touristen sein können. Deswegen sind sie Mitglieder beim Great Baikaltrail und bauen Wanderwege, Holzbrücken und Steinstufen. Mit ihren Händen, Vorschlaghämmern und Sägen. Ohne Planierraupen, ohne Umweltverschmutzung. Ach ja und zu all dem haben sie dabei auch noch irre Spaß. Weiter »


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